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Sharknado: Genug gesagt - BluRay



Freigabe: FSK 16
Fassung indiziert? Nein
Laufzeit: 82:30 Min. (81:56 Min. o. A.)
Extras:
- Outtakes
- Making of
- Trailer
- Bonusfilm "2-Headed-Shark Attack"

Sharknado: Genug gesagt - Trailer

Trash-Filme mit Haien erfreuen sich unglaublicher Beliebtheit, und so ist es kein Wunder dass Filme dieses Genres am Fließband produziert und auf die Zuschauer losgelassen werden. Die Titel sind dabei mehr als aufschlussreich, wie z.B. "Sand Sharks", "Sharktopus" oder auch "Ghost Shark". Eine dieser "Filmschmieden" ist bekannterweise Asylum, die sich mit ihrem ganz eigenen trashigen Charme in den Herzen der Mockbuster-Fans verbissen haben.
Doch als aus heiterem Himmel der "Sharknado" aufzog, wurde plötzlich alles ganz anders:
Ein unglaublicher Hype entstand,der dem Film innerhalb kürzester Zeit zu Berühmtheit nicht nur in Trash-Kreisen verhalf und der mit Hilfe von Unterschriftensammlungen letztendlich sogar in vereinzelte Kinos gebracht wurde, um Trash-Fans auch auf der großen Leinwand beglücken zu können. Was ist also dran am Phänomen Sharknado?

Story:
Das Schiff eines russischen Hai-Dealers wird auf hoher See von einem Sturm überrascht und verunglückt. Der Sturm entwickelt sich zu einem waschechten Tornado, der unaufhaltsam auf Los Angeles zurast und dabei Haie und natürlich jede Menge Wasser im Gepäck hat. Im folgenden Chaos versucht Barbesitzer Fin (Ian Ziering) zusammen mit einigen Freunden und einem Stammgast (John Heard, bekanntes Gesicht Nr. 1) seine Ex-Frau (Tara Reid, das zweite bekannte Gesicht) samt Tochter zu retten und anschließend etwas gegen die bissige Bedrohnung zu unternehmen.

Die Story klingt etwas wirr? Keine Sorge, im vorliegenden Fall ist dieses Manko noch das Kleinste.
Ja, Sharknado ist ein Ausnahme-Film, der ganz neue Maßstäbe im Genre Hai-Trash setzt und die Messlatte für kommende Mockbuster setzt - doch wo genau? Sagen wir es mal so: Selbst ein Limbo-Weltmeister würde sich bei der Tiefe der gesetzten Latte sein Kreuz ausrenken!

Aber führen wir das doch mal genauer aus:
Beginnen wir beim Drehbuch, also der Geschichte und den damit einhergehenden Dialogen. Dass die Geschichte völlig absurd ist, damit kann der geneigte Trash-Fan durchaus leben. Wenn aber die folgenden Dialoge derart schlecht sind, wird es schon schwieriger. Nicht nur, dass die Unterhaltungen völlig talent- und inhaltsfrei von den "Schauspielern" (ok, nenen wir sie einfach mal so) wiedergegeben werden, nein, auch die Synchronisation tut ihr übrges, denn viel unmotiviertere Vortragskunst findet man eigentlich nur in Pornos (wobei man das ja auch als Talent werten könnte).

Weiter geht´s mit den Effekten im Film, die zwar vorhanden sind und auch ein ordentliches Mass an Gore bieten, dabei aber dermaßen grandios gemacht sind, dass meine kleine Tochter es mit ihrem Nintendo DS nicht besser hätte machen können (diese Aussage gilt nur als humoristischer Vergleichswert und soll keine Wertung über das grafische Potential der Nintendo Spielekonsole darstellen).

Ein schlechtes Drehbuch, unterirdisch talentbefreite Schauspieler, miese Synchronisation und vorsintflutliche Effekte sind schonmal vorhanden, aber damit natürlich noch nicht genug. Asylum wäre nicht Asylum wenn sie nicht noch einen draufsetzen würden: Die Verwendung von Kameraaufnahmen, die in keinster Weise im Zusammenhang mit dem eigentlichen Film bzw. der Handlung stehen. So kann es hier durchaus wiederholt vorkommen, dass sich innerhalb weniger Sekunden sowohl Bildqualität, Wasserstand, Wetter, Wellengang als auch sonstige Umwelteinflüsse spontan ändern, was daran liegen könnte dass man Material aus anderen Filmen und diversen Dokumentationen einfach lieblos in den Film geschnitten hat. Dabei ist es dann selbstverständlich auch kein Problem, wenn ein Hubschrauber je nach Kameraperspektive in einer anderen Umgebung fliegt, ganz zu schweigen davon, dass es sich dabei auch um ein völlig anderes Hubschrauber-Modell handelt. Noch ein Hinweis an alle Erdkunde-Freaks unter euch: Wusstet ihr eigentlich, dass der Blick aus dem Fenster in Florida sowohl in einer Strandbar als auch in einem Haus im Landesinneren exakt der Gleiche ist?

Bildqualität:
Schluss mit den negativen Punkten. Das Bild präsentiert sich (abgesehen von den eingesetzten, filmfremden Szenen) von seiner besten HD-Seite und überzeugt durch sattes Schwarz, hervorragende Schärfe und saubere Farben. Hier gibt es nichts auszusetzen: 8/10

Tonqualität:
Auch hier stimmt alles. Sowohl gezielt platzierte Effekte und Basseinsätze als auch das Gesamtklangbild verwandeln das hai-mische Wohnzimmer durch tollen Raumklang in ein tornadogeplagtes Trümmerfeld 9/10

An dieser Stelle sei noch der völlig unpassende Soundtrack erwähnt, der das apokalyptische Geschehen und die Flucht vor tödlichen Wassermassen und Haien mit lässigem Country-Sound untermalt.

Fazit:
Sharknado ist tatsächlich ein Phänomen. Wie um dieses Werk ein solch großer Hype entstehen konnte entzieht sich völlig meinem Verständnis. Nichts desto trotz sollte ein jeder Filmfan, egal ob Trash-Liebhaber, Hai-Faszinierter oder "Otto-Normal-Seher" sich diesen Streifen mindestens einmal zu Gemüte führen, und sei es nur dazu, um sich über das Gesehene noch Stunden, ach was sag ich, Wochen später amüsieren zu können. 2/10

Testgeräte:
Panasonic TX-P50C3E Plasma-Fernseher
Panasonic BTT-290 BluRay-Heimkinoanlage
3.5.14 11:03
 
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