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Carrie (2013) - BluRay



Freigabe: FSK 16
Fassung indiziert? Nein
Laufzeit: 99:41 Min. (94:50 Min. o. A.)
Extras:
- Kinofassung mit alternativem Ende (Nur in Englisch mit dt. Untertiteln)
- Audiokommentar von Reggisseur Kimberly Peirce
- Entfallene & alternative Szenen
- Stuntaufnahmen zur "Tina steht in Flammen"-Szene
- Die Entstehung des Films
- Die Macht der Telekinese
- Virales Video "Telekinese im Café"
- Original Kinotrailer

Carrie (2013) Trailer

Stephen King ist der wohl bekannteste und meistgelesene Horror-Autor unserer Zeit und seine Geschichten wurden schon zahlreich verfilmt, mal mit mehr, mal mit weniger großem Erfolg. Seine vielschichtigen Bücher zu verfilmen und dabei die Atmosphäre auf die Leinwand zu übertragen stellt Regisseure immer wieder vor große Herausforderungen. Aber auch King hat einmal klein angefangen, und so verhalf ihm die großartige Verfilmung seines ersten veröffentlichten Romans "Carrie" von Brian de Palma 1976 erst zu weltweiter Bekanntheit und legte den Startschuss für seine Karriere als Schriftsteller. Jetzt, fast 40 Jahre später, wurde diese Geschichte erneut für die große Leinwand umgesetzt. Mit welchem Erfolg soll folgende Bewertung verdeutlichen:

Story:
Carrie White (Chloe Grace Moretz) hat es nicht leicht. Aufgewachsen unter der strengen Hand ihrer religiös-fanatischen Mutter (Julianne Moore) ist sie in der Schule der Außenseiter und muss sich ständigem Gelächter und Beschimpfungen unterordnen. Nach dem Einsetzen ihrer Pubertät entdeckt Chloe, dass sie telekinetische Fähigkeiten besitzt, mit denen sie zunächst spielerisch umgeht. Als sie jedoch beim Abschlussball Opfer eines bösen Streichs wird, dürstet es Carrie nach Rache...

Die Thematik des Films ist ganz klar die psychische Belastung von Kindern und seine unweigerlichen Konsequenzen und stellt gleichzeitig einen Aufruf für mehr Toleranz von Individuen und "Andersartigen" dar. Dabei kommt die Belastung nicht nur durch das Mobbing an der Schule, sondern ebenfalls durch das eigene Elternhaus. Ein Mensch ist stark, doch irgendwann zerbricht jeder.

Regisseurin Kimberly Peirce ("Boys don´t cry") hält sich bei Ihrer Verfilmung wie schon Brian de Palma sehr eng an die literarische Vorlage und verfrachtet die Geschichte lediglich in die heutige Zeit. Alles in allem gleicht Carrie 2013 stark dem Original aus 1976 - einige wenige Punkte sind etwas näher am Buch, andere Szenen sind von de Palma übernommen worden. So handelt es sich also auch nicht um eine Neuinterpretation des Stoffes, sondern nur um eine neuere Version, wodurch Carrie sich einem Vergleich der beiden Filme stellen muss.

Chloe Grace Moretz, die ich übrigens sehr gern sehe, macht ihre Sache hier wirklich sehr gut, verpasst es aber dem Charakter der Carrie die nötige Tiefe und Emotionalität zu verleihen und bleibt dadurch leider etwas blass zurück. Hier ist die herausragende Leistung von Sissy Spacek unerreicht. Julianne Moore hingegen spielt absolut großartig und verkörpert Carrie´s Mutter mit intensiver, aufopfernder Kraft und Ausstrahlung. Für mich eine der stärksten schauspielerischen Leistungen ihrer Laufbahn - sie steht Piper Laurie tatsächlich in nichts nach.

Bildqualität:
Das Bild ist durchaus HD-würdig, verpasst es aber die volle Wirkung zu erzielen. Die Schärfe ist sehr gut, ebenso der Schwarzwert, leider gibt es hin und wieder etwas unscharfe Momente. Der CGI-Einsatz im Finale wirkt stellenweise etwas unpassend und fügt sich nicht perfekt ins Gesamtbild ein.
8/10

Tonqualität:
Der Ton ist sehr Dialog- und somit frontlastig abgemischt. Zwar bleiben die Dialoge jederzeit verständlich und der Ton insgesamt sehr sauber und dynamisch, wirkliches Surroundgefühl kommt aber lediglich in "Actionmomenten" auf. Gleiches gilt für den gezielten Basseinsatz.
7/10

Fazit:
Insgesamt ist Carrie 2013 eine gelungene Neuverfilmung mit tollen schauspielerischen Leistungen und einer sehr guten Atmosphäre, die sich wie schon Buch und Original langsam steigert, bis sie schließlich mit einem großen Paukenschlag im Finale endet. Vor allem für Horrorfans, die das Original nicht kennen kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen, auch wenn klar sein muss dass der Film auf Grund seiner Thematik weniger auf Schockmomente und Gore, sondern auf Charaktertiefe und Story setzt. Für alle Kenner des Originals von de Palma kann ich nur bedingt zu Carrie raten, da es nicht viele Änderungen zu verzeichnen gibt und die Leistung von Sissy Spacek einfach unerreicht bleibt - Julianne More´s Darstellung der Mutter sollte man sich allerdings nicht entgehen lassen.
7/10 (Schulnote: 2)

Testgeräte:
Bild: BenQ MS521P Beamer
Player & Ton: Panasonic BTT-290 Heimkino-Anlage
3.5.14 10:35
 
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